IMPULS in Kaufbeuren

 

Ludmilla Peil (KJF Augsburg e.V.) aus Kaufbeuren hat uns einen wunderbaren und ausführlichen Jahresrückblick geschickt. Einen Auszug möchten wir gern mit Ihnen teilen. Sie schreibt uns: 

Auch im neuen Jahr laufen unsere IMPULS-Programme weiter - mit vielen neuen Familien, Freuden und Herausforderungen. Seit dem Sommer sind rund 30 Kinder dabei. Etwa die Hälfte von ihnen sind Flüchtlingskinder. Die ersten Familien, mit denen wir mit ‚Willkommen mit IMRULS‘ starteten, haben sich gut entwickelt. Viele möchten gerne zu HIPPY wechseln, lernen und Spaß dabei haben. Mit demselben Kind oder mit dem nächstem Kind. 

Den Eltern ist durchaus bewusst, dass die Sprachkompetenz der Schlüssel für Integration ist. Sie lernen zusammen mit ihrem Kind und der Hausbesucherin. Oftmals sind sie etwas langsamer und bekommen so manches von ihrem Kind ‚beigebracht‘. Sicherlich ist die Umsetzung gerade in Flüchtlingsfamilien mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Viele Eltern können z.B. nicht das Rollenspiel umsetzen, weil sie selbst der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Vor allem die Übersetzungen in die Muttersprache leisten die Kinder für ihre Eltern oft hervorragend. Manche Mutter ist Analphabetin – gerade sie tun sich sehr schwer. Dann staunen wir erst recht, wie schnell die Kinder lernen und so manches den eigenen Eltern vermitteln. 

Zu unserer Arbeit gehört ein gesundes Maß an Geduld und Humor. Gleichzeitig sind wir sehr aufmerksam - für uns steht immer das einzelne Kind im Vordergrund, seine persönliche Möglichkeiten, Fortschritte und Entwicklungen! Wir sind sehr erfinderisch in unserem Bestreben, die Programme möglichst einfach umzusetzen;  den Stoff an die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse anzupassen. Es erfordert sehr viel Einfühlsamkeit und Flexibilität - sowohl von den Hausbesucherinnen, als auch von der Koordinatorin. 

Hier in Kaufbeuren arbeiten wir eng mit zahlreichen Partnern zusammen, zu denen zählen an erster Stelle die Kindergärten. Wir sind stets dabei, das Bestmögliche für jedes ‚unserer‘ Kinder zu erreichen. Je zielstrebiger und fleißiger die Familien im Hintergrund  sind, desto besser gelingt es uns. Auch die Stadt steht hinter den IMPULS-Programmen und übernimmt für die kommenden zwei Jahre den größten Teil der Programmkosten. Dafür sind wir sehr dankbar! Langfristige Finanzierung, die Suche nach Sponsoren und Multiplikatoren, die uns regelmäßig und möglichst kontinuierlich helfen, den fehlenden Betrag einzuholen und damit die Teilnahme weiterer Migrantenkinder ermöglichen, beschäftigt uns jedoch weiterhin, auch in diesem Jahr. Es sind solche Kinder, die unsere Herzen öffnen und uns motivieren:

Ludmilla Peil ist HIPPY-Koordinatorin bei der Kinder- und Jugendhilfe Kaufbeuren - Ostallgäu.