Wir finden, gemeinsam erreicht man mehr als allein.

Daher haben wir ein Projekt in zwei Flüchtlingseinrichtungen der Bremer Caritas gestartet. Dort begleiten Ehrenamtliche geflüchtete Familien mit ‚Willkommen mit IMPULS‘. Koordinatorin Jennifer Knippenberg ist mehr als zufrieden: "Ich bin total begeistert, wie gut die Familien die Unterstützung der Ehrenamtlichen annehmen".
Die Familie J. zum Beispiel – die vierköpfige Familie floh aus Afghanistan und lebt seit Ende 2015 in Bremen. Die Eltern Mitte 20, zwei kleine Söhne, 2 und 6 Jahre alt. Der Vater spricht noch schlecht Deutsch, die Mutter und ihre Söhne zunächst gar nicht. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist vor allem die Mutter hochmotiviert, wenn sie Besuch von Frau R. bekommt. Die Rentnerin engagiert sich als Ehrenamtliche in verschiedenen Projekten der Flüchtlingshilfe.
Frau R. wurde von IMPULS geschult und mit Material und Spielanregungen ausgestattet. So begleitet sie über drei Monate die afghanische Familie.
Durch die Lage der Wohnhäuser in der Stadtmitte sind Spielplätze in der Umgebung rar, deshalb verbringt Frau Jafari viel Zeit in der Wohnung, allein mit ihren Kindern. „Der wöchentliche Besuch tut ihr gut“, erklärt die Caritas-Mitarbeiterin Jennifer Knippenberg. Er ist eine sinnreiche Beschäftigung und ein guter Start für den Spracherwerb. Die ganze Familie nimmt an dem Projekt teil. Sie lernen und spielen zusammen, unterstützen sich und teilen gemeinsame, schöne Erlebnisse. Das hilft auch die Familiensituation zu stabilisieren. Schon jetzt sind Fortschritte erkennbar.

Darüber freut sich auch Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen und Integration und Sport, die gestern dieses gut funktionierende Integrationsangebot besuchte.

Wir sind uns einig, dass eine solche Kooperation viele Vorteile hat:
1. Ehrenamtliche werden geschult und damit qualifiziert. Es sind insbesondere Frauen, die wir damit stärken.
2. Die Ehrenamtlichen beschäftigen sich intensiv mit jeweils einer Familie. Dies findet unter pädagogisch wertvollen Gesichtspunkten statt.
3. Die bei uns Schutz Suchenden bekommen das Gefühl, gesehen und damit respektiert zu werden. Sie treten aus der Isolierung heraus.
4. Familien werden im eigenen Wohnraum aufgesucht.
5. Mütter und Väter werden motiviert, gemeinsam mit den Kindern zu lernen. Das stärkt die Eltern-Kind Beziehung.
6. Und nicht zu vergessen: gegenseitige Vorurteile und Ängste werden abgebaut.

Die taz war auch dabei und berichtete: http://www.taz.de/!5461309/

 

 

Die Ehrenamtliche Frau R. mit der afghanischen Familie J.

Herr J., Frau R., Senatorin Anja Stahmann